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Ehrliche Politik für Büsum

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Aktuelles

Hier finden Sie immer die aktuellen Informationen der FWB.

 

 

Bürgerfrühstück 2017

 

Ein äußerst gelungenes Event. Der Wettergott war allen Teilnehmern hold, die Stimmung toll. Die FWB dankt allen Akteuren, die diese fantastische Aktion ermöglicht haben. Und einmal mehr wird der Rathauspark seiner Bestimmung gerecht. Die Kinder hatten ihren Spaß, genau so soll es sein. 48 FWB Mitglieder und Freunde waren ein Teil dieser harmonischen Veranstaltung.

 

 

Verlässliche Bauleitplanung

 

 

In der Dithmarscher Landeszeitung vom 07.11.16 wird der Vorwurf der willkürlichen Bauplanung erhoben.

Das sollte niemanden verwundern, es war nur eine Frage der Zeit, bis das geschieht.

Um eines Vorweg zu nehmen, wir von der FWB sind von jeher schon gegen eine massive Bebauung gewesen. In der Vergangenheit konnten wir uns leider nicht durchsetzen, uns fehlten schlicht die Mehrheiten. Daher gibt es einige Bauten, die wir lieber vermieden hätten.

Aber bei den damaligen Mehrheiten in der Gemeindevertretung war das leider nicht möglich.

Auf den ersten Blick scheint es so, als hätte ein Umdenken stattgefunden. Es wird eine Kleinteiligkeit gefordert. Also, scheint die Welt ja in Ordnung zu sein. Aber leider ist die Welt nicht schwarz oder weiss und wir müssen uns an Gesetze halten.

Mit der gleichen Konsequenz, mit der in der Vergangenheit alle „´Klötze“ genehmigt wurden, wird jetzt alles abgelehnt. Bekannt gewordene Bauvorhaben werden nicht nach den Buchstaben des Gesetzes beurteilt, sondern mal wieder aus der persönlichen Sichtweise.

Und genau das ist Willkür.

Wir alle müssen mit den Sünden der Vergangenheit leben, aber auch daraus lernen.

Am Anfang der Moltkestraße Richtung Seemeile noch eine „kleinteilige Bebauung“ zu fordern, ist grotesk. Die Gemeinde Büsum hat vor nicht allzu langer Zeit viel Geld für einen Städtebaulichen Rahmenplan ausgegeben, dieser erklärt dieses Gebiet sogar ausdrücklich zu einer Zone, in der eine massivere Bebauung zugelassen werden sollte, da das Umfeld bereits großflächig bebaut ist. So beurteilt auch der § 34 des BauGB geplante Vorhaben.

Zur Klarstellung, bevor wieder etwas anderes behauptet wird: wir sind eindeutig für eine kleinteilige Bebauung, aber bitte nur dort, wo es auch Sinn macht.

Z. B. haben wir (die Gemeindevertretung) einstimmig einen B-Plan und eine Veränderungssperre für die Wilhelm-Külper-Straße auf den Weg gebracht. Genau an dieser Stelle macht es auch Sinn, die Zusammenlegung von Grundstücken für eine massive Bebauung zu verhindern.

Auch viele weitere Stellen mit einem B-Plan zu überziehen, macht Sinn.

Aber: Vorher überlegen, was wir mit einem bestimmten Areal vorhaben. Wo macht eine kleinteilige Bebauung Sinn? Wo machen größere Bauvorhaben Sinn? Was heißt größer?

Was genau bedeutet kleinteilig?

Bauvorhaben nach einem Gießkannenprinzip zu behandeln, ist kontraproduktiv.

Büsum kann erwarten, dass die gewählten Politiker sich Gedanken machen und nicht als Wiedergutmachung alles Ablehnen. Büsum muss für Investoren interessant und für Büsumer verlässlich werden.

Klare Statuten regeln alle offenen Fragen und schaffen Klarheit, aber diese Statuten müssen erst einmal geschaffen werden.

Eigens dafür wurde ein „Baukompetenzteam“ in das Leben gerufen. Hier wurden auch schon Pflöcke eingeschlagen und eine gemeinsame Marschrichtung bestimmt. Das Aufstellen von B-Plänen und das Verhängen von Veränderungssperren ist mit einer Menge an Zeit und einem riesigen Arbeitsaufwand verbunden. Von den immensen Kosten ganz zu Schweigen.

Diese Kosten und auch der Aufwand müssen getätigt werden, damit Wildwuchs vermieden wird, aber bitte mit Augenmaß und der gebotenen Verantwortung.

Und wenn wir durch überlegtes Handeln „nur“ einige tausend Euro pro B-Plan sparen, entspricht dieser verantwortungsvolle Umgang mit den Gemeindefinanzen genau der Erwartung, die die Büsumer Bürger an ihre Gemeindevertretung haben dürfen und müssen.

Ich bin jedoch guter Hoffnung, haben wir das „Schiff Büsumer Gemeindevertretung“ in der Vergangenheit doch durch so manchen Sturm gesteuert und durch Zusammenhalt und den festen Willen gemeinsam etwas zu erreichen, haben wir alle in den letzten drei Jahren schier unglaubliches erreicht.

Der nächste Haushaltsplan darf mit Spannung erwartet werden.

Also beende ich meine Zeilen positiv gestimmt, in der sicheren Erwartung überdachter Entscheidungen.

 

....in diesem Sinne

 

 

Dietmar Böcker

 

Die Brücke mobilisiert Büsumer

 

 

Was gibt es da noch zu sagen? Der Bericht spricht für sich.

Zu den Fakten möchte ich gar nicht mehr so viel sagen, es ist über Monate alles gesagt worden und wen wir bis jetzt nicht erreicht haben, den werden wir jetzt auch nicht mehr einfangen.

Ein paar Worte zu dem Abend am Donnerstag den 03.11.16.

Als ich um 17:00 Uhr das Haus verließ, um in das GVZ zu fahren, dachte ich, Sch….., bei dem Mistwetter kommt keiner.

Zum Beginn der Informationsveranstaltung zählten wir dann über 300 Besucher, ich war platt. Und der große Saal im GVZ füllte sich weiter. Es haben sich natürlich auch viele Gegner eingefunden, aber primär waren interessierte Bürger erschienen.

Wir, d.h., die SPD/IBF/FDP-Fraktion und wir, die Freien Wähler, haben eine Präsentation vorbereitet, in der die Fragen, die uns immer zu Ohren gekommen sind, behandelt wurden.

Hier haben wir auch demonstriert, dass es immer besser ist, zusammen zu arbeiten um etwas zu erreichen, als alleine „vor sich hin“ zu werkeln.

Aus dem Publikum kamen weitere sehr interessante Fragen, die alle beantwortet wurden.

Bis auf einen Ausrutscher am Anfang, wo eine Dame nicht verstanden hat, dass sie sich zwar wie zu Hause fühlen, aber nicht so benehmen sollte, war es eine sachliche und konstruktive Veranstaltung.

Und genau das ist mein persönliches Glücksgefühl gewesen.

Nicht, dass wir ca. 350 Anwesenden unsere Ansichten näher bringen konnten, das war gut, aber glücklich gestimmt hat mich der Umstand, dass alle Menschen fair miteinander umgegangen sind. Das haben wir in jüngster Vergangenheit schon ganz anders erlebt.

 

Auch die Bürgerversammlung am 08.11.2016 konnte in entspannter Atmosphäre durchgeführt werden. Die anwesenden Verkehrsplaner haben in dieser Versammlung eindeutig dargestellt, dass nur der Bau einer Brücke die Verkehrsführung in diesem Bereich sicher und einigermaßen sinnvoll gestalten könnte.

Es ist so manchem Gast in beiden Veranstaltungen auch aufgefallen, dass die Fraktionen mit einer anderen Meinung weder angegriffen, noch vorgeführt oder verunglimpft wurden.

Wir wollten Sachlichkeit und haben diese auch gelebt.

Gleichauf mit dem Bau der Brücke, steht für mich der Wunsch nach einem vernünftigen Umgang miteinander im Vordergrund. Wir haben noch so viele Baustellen in Büsum, dass wir miteinander reden müssen. Und zwar auf Augenhöhe.

Wir, die Verantwortlichen der FWB, werden alles daran setzen, konstruktiv in die Zukunft zu sehen und zu gehen. Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, vielleicht reift diese Erkenntnis bei allen Kommunalpolitikern.

Aber bei aller wünschenswerten Harmonie, bitte gehen Sie, geht ihr, am 27.11.2016 zur Abstimmung und stimmt mit N E I N!

Wer nicht zur Abstimmung gehen kann, kann vorher die Briefabstimmung beantragen, genau wie bei jeder Kommunalwahl.

Wer noch Fragen hat, kann jeden „seiner“ FWB Kommunalpolitiker/innen jederzeit ansprechen oder eine Mail schreiben….

 

Jugend ohne Zentrum ???

 

 

Schade, dass Jugendliche kein Geld in die Gemeindekassen spülen.

Vielleicht würde das Thema von den Büsumer Politikern der roten und schwarzen Parteien endlich ernst genommen.

Jeden Tag hören wir Sprüche wie: Die Jugend ist unsere Zukunft. Seine eigene Zukunft packt man aber aktiv an, formt sie, investiert in sie.

Was machen wir mit unserer Jugend? Nichts. Wir begnügen uns mit Phrasen.

Ob das Jugendzentrum im „Zentrum“ ist, oder 300 Meter weiter weg, spielt keine Rolle. Es muss erst einmal mit aller Ernsthaftigkeit ein neues Juz auf die Beine gestellt werden.

Den „schwarzen Peter“ an die Jugend abzugeben, ist unfair.

Wir müssen ein schlüssiges Konzept, eine vernünftige, personelle Betreuung bieten, dann können wir die Jugend auch fordern.

Warum investieren wir nicht Generationsübergreifend? Wenn schon ein neuer Standort, dann können wir jung, alt, Familien, Singels, zusammenbringen.

Einfach mal mutig sein und Neuland betreten.

Auch das sind Investitionen in die Zukunft.

Mal sehen, wann das Thema wieder im Ausschuss für Gesellschaftliche Angelegenheiten behandelt wird.

Und vor allem mal sehen, ob endlich etwas Greifbares kommt.

Eine wachsende Gemeinde wie Büsum stellt sich hier ein Armutszeugnis aus.

Wir werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass das Thema im Focus bleibt und nicht locker lassen.

 

Versammlung und Spendenübergabe

 

Die Jahreshauptversammlung (JHV) der Freien Wählergemeinschaft Büsum e.V. (FWB), die am 30. Januar im Gäste- und Veranstaltungszentrum stattgefunden hat, war mit 40 Teilnehmern sehr gut besucht.

In seiner Begrüßung erinnerte der 1.Vorsitzende Volker Steen noch einmal an die Aktivitäten des Vereins, die im vergangenen Jahr durchgeführt wurden. Das Highlight im Jahre 2015 war die 3-Tagesfahrt nach Berlin, die wie alle bisherigen Ausflüge von Marianne Schulze organisiert wurde. Neben den Besuchen verschiedener Weihnachtsmärkte gab es eine Busfahrt durch das abendliche und festlich beleuchtete Berlin, sowie eine Schifffahrt auf der Spree.

Den Bericht über die politische Arbeit, wie die Aufzählung der zahlreichen Entscheidungen die im vergangenen Jahr getroffen wurden, hielt der Fraktionsvorsitzende Dietmar Böcker.

Besonders hervor hob er die einstimmig gefassten Beschlüsse zur Schließung des Vitamaris und das Ende vom Blanken Hans, zwei Einrichtungen, die der Gemeinde in den zurückliegenden Jahren hohe Millionen-Verluste eingefahren haben. Auch wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass die FWB bereits vor Jahren eine Privatisierung des Vitamaris vorgeschlagen hat und mit der wahrscheinlich heute eine Schließung nicht mehr nötig gewesen wäre.

Die durchgeführten Wahlen brachten eine Bestätigung von Rüdiger Wilke in seiner Funktion als 2. stellvertretender Vorsitzender, wie auch die Wahl von Claus Thiessen und Erwin Prochnow als Beisitzer. Zur 2. Kassenprüferin wählte die Versammlung Angelika Kröger.

Danach erfolgte die Übergabe der Spenden vom letzten Tannenbaumverkauf der FWB, der ja diesmal für Schlagzeilen in der DLZ gesorgt hatte und die Übergabe der Spende von Lotto-Nachmittag im letzten November. Dieser Betrug stolze 760,00 Euro und ging an die Kinder- und Jugendabteilung des Büsumer Karnevalvereins.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Erlös vom traditionellen Tannenbaumverkauf, es war bereits der 25. Verkauf, ging an die Wirtschaftsinitiative Pro Schule und an die Kita Spatzennest, die je 850,00 Euro erhielten.

Damit beträgt die Summe aller bisher geleisteten Spenden mehr als 62.000,00 Euro!

Weder der Vorstand noch die anwesenden Mitglieder wollen sich durch die Angriffe, die von SPD-Ratsmitgliedern auf der Weihnachtssitzung der Büsumer Gemeindevertretung vorgetragen wurden, von ihrem Vorhaben auch weiterhin aktiv für die Förderung der Schul- und Jugendförderung aktiv zu sein, abbringen lassen.

Nach dem Ende des offiziellen Teils der JHV und nach dem Genuss von Kaffee und Kuchen gab es zur Freude vieler weiterer Gäste eine Lesung von Annedore Priess, die begleitet von zahlreichen Anekdoten aus ihrem Roman „Tonnenleger & Papagei“ vorgelesen hat und abschließend mit lang anhaltendem Applaus bedankt wurde.

 

Der Ausschuss für Ortsentwicklung und Umwelt möge beschließen:

 

Das Areal des Hochzeitswaldes, gelegen an der Deichhausener Straße/Hafentörn, wird vom Bauhof der Gemeinde Büsum in den Sommermonaten nicht mehr mit Rasenmäharbeiten bearbeitet.

Statt dessen wird im Frühjahr, in Abstimmung mit den Fachleuten des Bauhofs, eine sich selbst aussäende Blumenwiese, ggf. ergänzt durch Staudenpflanzen, ausgesät.

 

Begründung:

 

Der Hochzeitswald wird überwiegend von Hundebesitzern zum Ausführen ihrer Tiere genutzt, eine touristische Nutzung findet nur sehr eingeschränkt statt.

Bis jetzt haben die Bauhofmitarbeiter im Sommer regelmäßige Rasenpflege betrieben.

Da sich die Nutzung auf den oben genannten Personenkreis beschränkt, sollen die Mitarbeiter des Bauhofs von solch unproduktiven Arbeiten entbunden werden.

 

Eine Staudenbepflanzung bzw. das Einsäen einer Blumenwiese ist durch die Bauhofmitarbeiter im Jahr 2015 im Kurpark und an der Kita Hoppetosse erfolgreich durchgeführt worden.

Diese Art der Bepflanzung erfreut nicht nur das Auge, sondern ist auch ein wichtiger Faktor für die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren.

 

Zudem werden Ressourcen bei den Bauhofmitarbeitern eingespart, die besonders in touristischen Schwerpunkten eingesetzt werden können und somit Geld und Manpower gespart wird.

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Dietmar Böcker

Fraktionsvorsitzender FWB

 

(Januar 2016)

 

Der Hauptausschuss möge beschließen:

 

Die Verwaltung wird gebeten, einen Hafenbeauftragten aus der Verwaltung zu benennen, der als Ansprechpartner für interessierte Firmen, für die EGEB und das Land fungiert. Dieser Hafenbeauftragte soll in einer Unterrubrik „Hafen Büsum“ der Gemeinde-Homepage in Abstimmung mit dem Land Lageplan, Daten und Fakten, Ansprechpartner sowie Links einarbeiten. Diese Hafenrubrik kann als Vorarbeit für die spätere Marketingarbeit der EGEB dienen, ermöglicht jedoch eine sofortige Vermarktung des Büsumer Hafens.

 

Der Hafenbeauftragte ist insbesondere angehalten, Kontakte mit der Offshore-Branche zu knüpfen, an geeigneten Treffen und Veranstaltungen teilzunehmen. Er ist die erste Kontaktstelle für interessierte Firmen jeglicher Art und hilft ihnen, Kontakte mit dem Land und ggfs. anderen Behörden anzubahnen. Bei Übernahme der Funktion als Hafenbeauftragter durch andere Stellen wie z., B. die EGEB kann sich seine Tätigkeit wieder erübrigen.

 

Begründung:

 

Die Beauftragung der EGEB mit der Vermarktung kann sich längere Zeit hinziehen. Die Offshore-Branche ist jedoch bereits jetzt im Logistikzwang, optimale Strukturen für die Versorgung der Windanlagen auf dem Meer zu planen und zu errichten. Da das Land nicht willens ist, eine Hafenvermarktung in irgendeiner Weise zu unterstützen, ist jetzt schnelles und entschlossenes Handeln der Gemeinde Büsum gefragt. Der wirtschaftliche Ertrag von Neuniederlassungen ist nachhaltig und wesentlich höher einzuschätzen als der Aufwand eines stundenweisen Einsatzes eines Hafenbeauftragten und der Pflege einer Unterrubrik „Hafen“ unter dem Dach der Gemeindehomepage.

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Dietmar Böcker

Fraktionsvorsitzender FWB

 

(Januar 2016)

Der Bund der Steuerzahler hat in seinem Schwarzbuch 2015 neben vielen anderen Steuersünden auch den Blanken Hans in Büsum und den Entschluss der Gemeindevertreter zu seiner Schließung erwähnt. Besser spät als nie heißt es im Text der "Steuerwächter" da jede Verlängerung des Siechtums die Kosten für die Steuerzahler noch in die Höhe getrieben hätte. Darum ist der Schlußstrich gut und richtig heißt es in dem Artikel.

Frisst die Angst die Menschlichkeit?

 

Nahezu jede Gesprächsrunde zeigt es deutlich,

der Zuzug von Menschen auf der Flucht nach Europa und besonders Deutschland bewegt die Menschen. Und immer wieder lässt sich beobachten, wie Menschlichkeit, Angst und Verstand miteinander ringen. Allzu oft siegt in diesen Gesprächsrunden die leicht nachzuvollziehende Angst. Es ist wie bei „Sching-Schang-Schong“: Angst schlägt auf Dauer Menschlichkeit! Leider schlägt Angst auf Dauer auch Verstand. Nur wenn Verstand und Menschlichkeit sich gegenseitig helfen, lässt sich die Angst bezwingen.

Natürlich ist es ein Gebot der Menschlichkeit, Verfolgten und Ausgebomten Schutz und Asyl zu gewähren. Und die enorme Welle der Hilfsbereitschaft ist beeindruckend. Aber es ist vollkommen klar, dass die Zahl der Menschen, die zu uns kommen, nicht so schnell abebbt. Und mit jedem Neuankömmling steigt auch bei vielen Einheimischen die Angst. Diese Angst müssen wir ernst nehmen und verstehen. Durch den Zuzug wird sich unsere Gesellschaft unweigerlich verändern und es ist unsere Aufgabe, diese Veränderung so zu gestalten, dass sie positiv für die allermeisten wird.

„Warum kommen die Flüchtlinge gerade jetzt?“, fragt die Angst.

„In den Nachbarstaaten Syrien, im Libanon und der Türkei sitzen Millionen Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. In den letzten Jahren sind sie in riesigen Camps, oft mit weit mehr Einwohnern als im gesamten Kreis Dithmarschen, untergebracht worden. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk versorgt dort Menschen. Seit geraumer Zeit geht dieser Organisation aber das Geld aus. Wo 31€ im Monat nötig sind, um einen Menschen zu ernähren, gibt es jetzt nur noch 9€ im Monat. Das bedeutet nichts anderes als Hunger, lebensbedrohlicher millionenfacher Hunger, der die Menschen nun zur Flucht zwingt. Zudem kämpft die türkische Regierung an ihrer Grenze zu Syrien und dem Irak mit der kurdischen PKK. Hier entsteht ein neuer Bürgerkrieg in einem Gebiet, in dem hunderttausende Flüchtlinge sitzen und zwingt sie ebenfalls zur Flucht.“, sagt der Verstand.

„Wie kann es sein, dass einige Flüchtlinge nur besitzen, was sie am Leib tragen, andere aber offensichtlich über einiges Geld verfügen?“, fragt die Angst.

„Vor dem Bürgerkrieg war Syrien ein gut entwickeltes Land. Zwar gab es auch viele arme und auch einige ungebildete Menschen. Jedoch hatte Syrien auch eine gebildete Mittelschicht, häufig mit sehr westlichen Lebenseinstellungen. All diese Menschen flüchten gleichermaßen vor dem Krieg, aber einige können Ersparnisse retten. Es ist für die Flüchtlinge wie 1945. Die Schicksale ähneln sich.“, sagt der Verstand.

Die Angst hat viele Fragen und der Verstand kann auf alle antworten.

 

Nur wie die Zukunft aussieht, können wir nicht vorhersagen. Sicher ist aber, dass eine Gesellschaft es nie verträgt, wenn sie einen Teil der Menschen ausschließt. Und da die Menschen, die zu uns kommen, überwiegend bei uns bleiben, weil sie gar nicht zurück können, müssen wir uns sehr anstrengen, sie in unserer Mitte aufzunehmen.

 

Menschlichkeit und Verstand überwinden Angst!

 

Wir danken Marco Schreiber von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Dithmarschen für diese Zusammenstellung einiger Gedanken aus ihrer Veranstaltung "Flüchtlinge in Deutschland"

Schließung Blanker Hans....... Unsere Beweggründe

 

 

Am 30.06.2015 haben alle Gemeindevertreter ohne eine Gegenstimme für die Schließung des Blanken Hans zum 31.12.2015 gestimmt.

Diesem Beschluss vorausgegangen waren unzählige Stunden der Beratung in Arbeitskreisen, in den Fraktionen, in den Ausschüssen der Gemeinde und in den regelmäßigen Treffen der Fraktionsvorsitzenden, in einem Zeitraum von fast 2 Jahren.

Es ging nicht immer so einstimmig zu, wie es vielleicht in der Gemeindevertretersitzung vom 30.06.2015 den Anschein hatte.

Wir haben alle Szenarien durchgeplant, kontrovers diskutiert und immer und immer wieder den rettenden Strohhalm gesucht.

Es wurde teilweise sehr sachlich, aber auch sehr emotional diskutiert.

Auch wir von der FWB, die wir ja bekanntlich seit langem eine privat betriebene Lösung forderten, haben uns nicht die Hände gerieben, sondern immer einen Ausweg gesucht.

Zum Einen verliert Büsum ein Wahrzeichen, zum anderen brauchen wir ein Schlechtwetterangebot, oder eine Alternative für Gäste, die einfach mal nicht an den Strand wollen.

Daher wurde der Bürgermeister auch beauftragt, eine –wenn möglich- touristische Weiternutzung des Gebäudes des Blanken Hans zu suchen.

Es wurde bereits viel in den sozialen Netzwerken und auf den Homepages geschrieben, daher fassen wir unsere Stellungnahme kurz.

Fakt ist, dass wir uns, d.h. alle Büsumer/innen, den Verlust, den der Blanke Hans eingefahren hat, nicht mehr leisten können und wollen.

Ein Minus im Ergebnis von 6,5 Millionen, als Zahl: 6.500.000,00€, in der Zeit von 2006 – 2014, ist nicht mehr zu verantworten.

Wir sind bei der Kommunalwahl angetreten, um den Gemeindehaushalt zu konsolidieren. Diese Entscheidung ist ein sehr unangenehmer, aber zwingend notwendiger Teil davon.

Den Ausschlag für diese Entscheidung hat die am 19.06.2015 stattgefundene Präsentation einer namhaften Agentur gegeben.

Uns wurden 2 Szenarien präsentiert, 1 Szenario hat selbst die präsentierende Agentur als unwirtschaftlich verworfen, was natürlich die Frage aufwirft, warum dieses Szenario überhaupt präsentiert wurde?

Das zweite Szenario, eine sogenannte „große Lösung“ mit einem Investitionsvolumen von 5,7 Millionen (ohne MwSt.) wurde uns als „machbar“ präsentiert.

Die Angst, wieder auf blumige Worte hereinzufallen, wieder den Zahlen hinterher zu laufen, wieder Geld auszugeben, welches wir gar nicht haben, hat uns, die FWB zu diesem Schritt bewogen.

Sich selber ein „Trojanisches Pferd“ ins Haus zu holen, hat einmal gereicht, ein zweites Mal müssen wir vermeiden.

Wir alle wissen, wir brauchen das Geld für unsere Schule, die Straßen, Gehwege, und für eine moderne, energiesparende Beleuchtung.

Nach dem baulichen Erfolg der Lagune und des Haupstrandes müssen wir uns der Ortsentwicklung widmen, wir Büsumer leben überwiegend vom Tourismus.

Der neu gestaltete Rathauspark ist erst der Anfang.

Büsum wächst, wir brauchen qualifizierte Arbeitskräfte und müssen bezahlbaren Wohnraum generieren.

Dies nur einige Beispiele, die in unsere Bewertungen eingeflossen sind.

 

Wie bereits von anderer Stelle erwähnt, betonen auch wir nochmal:

Die Mitarbeiter des Blanken Hans sind nicht Schuld an dieser Misere. Sie haben ihre Arbeit mit Engagement und Herzblut erledigt. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.

 

Dietmar Böcker

-Fraktionsvorsitzender -

 

Berichterstattung????

 

Klar und eindeutig war die Haltung des für Büsum zuständigen Redakteurs der DLZ zur einstimmig in der Gemeindevertretung beschlossenen Schließung des Vitamaris zum Sommer 2016.

 

Lang und breit ergingt sich der engagierte Schreiber über die Proteste der Belegschaft, interviewte im Vitamaris fleissig protestierende und gar als „verzweifelt“ bezeichnete Kurgäste. Oben drauf schob er gleich noch einen Artikel nach, als Bürgermeister Lütje völlig zu Recht, die in der Arbeitszeit von Angestellten des Vitamaris im Vitamarisgebäude betreute Protestunterschriftenliste entfernen ließ. Es ging dem guten wohl nur darum, um jeden Preis ein wenig Schlagzeilen zu produzieren, dazu musste nun mal die Stimmung etwas angeheizt werden. Hierfür jedoch braucht man nicht einmal Sachkenntnis oder Ausgewogenheit der Darstellung.

 

Wäre es der DLZ um eine sachliche Berichterstattung gegangen, dann hätte sie auch informierte Büsumer danach fragen können, ob die Aussicht auf einen endlich ordentlichen Zustand der Büsumer Infrastruktur sprich Straßen, Gehwege, Breitbandverkabelung, ordentliche Schul- und Sportstätten sowie tourismusgerechte Ortsgestaltung nicht die Aufgabe des unendlichen schwarzen Finanzlochs – genannt Vitamaris – wert ist. Jahr um Jahr verliert Büsum im Vitamaris Millionen. Diese Verluste kann nicht einmal die Gästekarte auffangen, die müsste dann nämlich über 6 Euro kosten, ein nicht konkurrenzfähig hoher Preis. Also muss in den Steuersäckel gegriffen werden. Überspitzt gesagt: Omas Hundesteuer für ihren kleinen Dackel muss für die Schlickanwendung im Vitamaris herhalten, ihr Rollator verfängt sich in den geflickten Gehwegen, die Grundsteuer für das Häuschen ist notgedrungen üppig, und ihr Enkel sitzt in alten Schulgemäuern mit unzureichender Ausstattung.

 

Eine einstimmige Entscheidung bei einer für Büsumer so traurigen Sachlage zeigt hohe Verantwortungsbereitschaft der Gemeindevertreter über alle Fraktionsgrenzen hinweg. Die Sachlage war einfach zu erdrückend: Beschneidung der Kreditaufnahme durch die Kommunalaufsicht und die wirtschaftliche Einsicht, dass auch nach nochmaliger millionenschwerer Investition in neue und weit kleinere Vitamarisräumlichkeiten immer noch kein erträgliches Defizit erreichbar sein wird. Da konnte es eben keine zwei Meinungen mehr geben. Im Interesse Büsums.

Dass nur 1,5 % (FWB-Berechnung) der Büsumer Übernachtungszahlen aus dem Badekurbereich stammen – die Gemeinde schätzte früher bei höheren Badekurzahlen mit 3 % höher – machte die Entscheidung noch klarer. Die Badekuren sind kein nennenswertes Standbein im touristischen Besuchermosaik mehr. Wer weiß, ob es in zehn Jahren überhaupt noch Badekuren gibt, denn Deutschland, Österreich und die Tschechei sind die letzten EU-Staaten, die Badekuren zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen überhaupt noch in ihrem Leistungskatalog haben. Den Trend haben etliche deutsche Badeorte schon erkannt, an der Ostsee gibt es mehrheitlich nur noch Seebäder und eben keine Seeheilbäder mehr. Abbruch hatten sie dadurch nicht.

 

Da die DLZ diese Zusammenhänge sicherlich kennt, muss man es schon als sehr billigen effekthaschenden Journalismus bezeichnen, was sie bei der Berichterstattung über Büsum abliefert. Eine regionale Tageszeitung sollte erkennen, wie traurig das Ende der Badekurzeiten im Vitamaris für Büsum ist. Und nicht ein schlecht gewürztes, gar geschmackloses Artikelsüppchen in dieser schmerzlichen Situation kochen.

 

Ein neuer Gedanke wird zuerst verlacht, dann bekämpft, bis er nach längerer Zeit als selbstverständlich gilt (Arthur Schopenhauer)

 

 

Schulden über Schulden. Und immer noch neue dazu? Die Kommunalaufsicht setzte ein Signal und halbierte die Kreditwünsche Büsums. Attraktivierung des Blanken Hans? Umzug des Vitamaris in neue Räume? Konzentrierung der Schule auf einen Standort mit zeitgemäßem Schulanbau? Die teilweise maroden Verkehrswege und überhaupt die Ortsgestaltung? Das ist die Zwangslage für die Kommunalpolitik in 2015.

 

Die FWB hat dabei klare Prioritäten: Schluss mit den grotesken kommunalen Defizittreibern, das Geld gehört in eine gute Schule für unsere Kinder und in die für Bürger und Gäste gleichermaßen wichtige attraktive und ökologische Ortsgestaltung mit guten Verkehrswegen für Fußgänger, Radler und Autofahrer. Sparen ist für uns kein Selbstzweck, sondern ermöglicht erst eine kommunale Basis, in der eine Gemeinde über die zu einer nachhaltigen Entwicklung eines Ortes notwendige Investitionen selbst bestimmt werden kann. Das fordern wir seit Jahren und wurden dafür zeitweise verlacht oder angefeindet (siehe obiges Zitat).

 

Vitamaris – ein Ende mit Schrecken

 

Der wichtigste und einstimmig beschlossene Schritt im März 2015 war die Schließung des Vitamaris zum Sommer 2016. Die FWB fordert bekanntlich schon seit Jahren die Privatisierungsbemühungen im Badekurbereich. Wir gelangten nach gründlicher Prüfung zur Überzeugung, dass im kommunalen Wirtschaften niemals ein Ende der Defizitkatastrophe zu finden sein würde. Kein Ort unserer Größe kann auf Dauer jedes Jahr ca. 1,5 Mio. € versenken. Wir haben vorgerechnet, dass lediglich 1,5 % der Büsumer Übernachtungen durch Badekuren zustande kommen und letztlich der Nutzen im niedrigen sechsstelligen Bereich liegt, der Schaden aber beharrlich weit über einer Million Euro liegt, jedes Jahr! Allein dadurch ließe sich der Heilbadstatus nie begründen. Andere Seeheilbäder in Schleswig-Holstein machen sich ähnliche Gedanken.

 

Trotzdem braucht aber Büsum durchaus nicht auf die Silbe „heil“ zu verzichten, wie die berufsmäßig aufgebrachten Verdi-Akteure falsch behaupten. Es gibt durchaus bereits privatwirtschaftliches Interesse, in einem alternativen Kurhaus Physiotherapie und ortsgebundene Heilmittel wie Schlick oder Meerwasseranwendungen anzubieten. Ex-WKK-Geschäftsführer Stender rechnete vor – wir wiesen darauf vor tauben Gremien schon jahrelang hin -, dass die Personalkosten die Umsätze überstiegen, dass eine völlig unzureichende betriebswirtschaftliche Führung im Vitamaris vorlag und empfahl ein auf ca. 350 m² abgespecktes, kommunales Vitamaris. Dessen Gestehungskosten mit Umzug in das GVZ lagen jedoch mit fast 5 Mio. € plötzlich weit höher als noch im Dezember 2014 von den Planern geschätzt. Bei Personalkosten weit über denen des WestMed-Personals (Tochter des WKK Heide) und Fortbestehen eines Jahresdefizits auch für die Zukunft von gut einer

¾ Mio. € blieb nur eine logische Konsequenz: Schließung des Vitamaris.

 

Wir wissen, wie bitter so ein Entschluss für die Belegschaft ist. Wir wissen aber auch, wie bitter es für den Steuerzahler ist, unwirtschaftliche Strukturen bezahlen und sich selbst – nicht wie ein defizitärer Kommunalbetrieb - dem Wettbewerb aussetzen zu müssen. Büsum kann sich solche Finanzlöcher einfach nicht mehr leisten. Daher blieb den diesmal vollständig einmütigen Gemeindevertretern keine andere Wahl – im Interesse aller Büsumer! Für diese mutige Entscheidung danken wir allen Kolleginnen und Kollegen in der Gemeindevertretung.